Historie

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Alte Zeichnung: Bleichstraße mit dem Anwesen Villa Katz (erbaut von 1797-1813) und rechts Eingang zum Katz’schen Garten

Der Grundstein des Katz’schen Gartens wurde Anfang des 19. Jahrhunderts gelegt, nachdem die feudale Villa der Murgschifferfamilie Katz durch den damaligen Starbaumeister Friedrich Weinbrenner fertig gestellt war. Der heutige Spätbarockgarten mit einem Hauch Exotik beinhaltet eine Sammlung von Kunstdenkmälern, die aus der Zeit der Spätgotik, der Renaissance, des Barocks sowie aus der Jugendstilzeit stammen. Auf Initiative von Gernsbacher Bürgern von 1996 bis 2001 in Anlehnung an das historische Vorbild als öffentlicher Garten neu angelegt.

Ein italienischer Gartenbaumeister soll den für die ländliche Region außergewöhnlichen Garten im Auftrag der Familie geplant und gestaltet haben.

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  Jugendstilbeeteinfassung um 1900

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Gemälde: Murguferpartie mit Waschfrauen
am Katz’schen Garten um ca. 1800
mit Blick auf die alte Stadtbrücke


 

 

Neu angelegtes Murgufer
zum Verweilen

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Aus dieser Epoche können Sie auch den wertvollen alten Baumbestand bewundern, eine Sumpfzypresse aus Florida und zwei Magnolienbäume, die laut Baedecker Reise

führer aus dem 19. Jahrhundert zu den ältesten Magnolienbäumen Deutschlands bzw. nördlich der Alpen zählen sollen.

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Restauriertes Gartenpavillon von 1846,
erbaut durch den Zimmermann und Baumeister Adolf Abel.
 

 

Im Jahre 1846 erweiterte der Gernsbacher Baumeister Adolf Abel den Privatgarten nach Norden und erbaute das Teehaus im klassizistischen Baustil, das so Mittelpunkt zu den Wegeachsen im Garten wurde. Für diesen Bau musste ein Nebengebäude mit Pferdestallungen weichen.


Eheleute Katz
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Johanna Katz, geb. Kast
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Otto Casimir Katz

1913 bis 1952 prägte Johanna Katz die kleine Parkanlage maßgeblich mit. Sie stellte zusätzlich gesammelte
Steinmetzarbeiten, teilweise aus der Altstadt von Gernsbach, und schmiedeeiserne Kunstgegenstände beginnend vom
15.-19. Jahrhundert auf.
Der Garten war Prestigeobjekt der wohlhabenden und einflussreichen Familie Katz und für hohe gesellschaftliche Anlässe
und Ereignisse in der Zeit der Hochblüte der Murgschifferschaft bestimmt.

Besuch von Großherzogin Luise in dem von Casimir Otto Katz gestifteten alten Krankenhaus von Gernsbach.

 

Nach dieser Ära erfolgte in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts die Öffnung des Parks für die Allgemeinheit. Eigens dafür wurden dem damaligen Zeitgeist entsprechend mit der Verlegung von Betonplatten, Veränderung der ursprünglichen Formen sowie Ausbau der Bleichstraße tiefe Wunden hinzugefügt.


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Kurz vor Beginn der Restaurierung 1995

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Mit Überalterung des Gartens und Verfall der baulichen Einrichtungen blieben die Gäste aus. Die einst glanzvollen Zeiten des idyllischen Plätzchens an der Murg konnten für den Betrachter nur noch erahnt werden.


Gründung des Arbeitskreises Katz’scher Garten

Um die wertvolle Gartenanlage mit den darin befindlichen Sammlerstücken und Bauwerken für die Nachwelt zu erhalten, gründete sich im Jahre 1995 der ehrenamtlich tätige Arbeitskreis Katz’scher Garten.



Gartenpavillon vor Beginn der Restaurierung 1995

Von 1996 bis 2001 blieb der Garten für die aufwendige Restauration geschlossen, die von Helfern des Arbeitskreises in Zusammenhang mit der Stadt Gernsbach vorgenommen wurde.

  
Während der Restaurierung 1998    

  
   Nach der Restaurierung 2001
Nach der Wiedereröffnung im Juli 2001 zeigt sich die Anlage im alten-neuen Glanz. Bei der Restaurierung wurden die historischen Formen weitgehend nachempfunden und den heutigen Gegebenheiten angepasst. Heute kümmert sich der Arbeitskreis um weitere Neuanschaffungen